Medikamente

Anti­bio­tika bei Pneumokokken-Infektion zwin­gend erforderlich.

Pneu­mo­kok­ken sind für die Ent­ste­hung ver­schie­de­ner Krank­hei­ten ver­ant­wort­lich, meist han­delt es sich um Infek­tio­nen der obe­ren Atem­wege, aber auch schwere Krank­heits­bil­der wie bei­spiels­weise eine Menin­gi­tis sind mög­lich. Die Basis der Behand­lung von Pneu­mo­kok­ken sind Anti­bio­tika, nur durch eine opti­mal dosierte, min­des­tens 14-tägige Ein­nahme kann eine Infek­tion mit Pneu­mo­kok­ken geheilt wer­den. Das bevor­zugt ver­ord­nete Anti­bio­ti­kum ist Peni­cil­lin, denn die­ses ist gegen Pneu­mo­kok­ken opti­mal wirk­sam. Da Peni­cil­lin aller­dings auch bei ande­ren Erkran­kun­gen gern ver­schrie­ben wird, besteht die Gefahr einer Resis­tenz­bil­dung. In die­sem Fall zeigt das Prä­pa­rat beim Ein­satz gegen Pneu­mo­kok­ken keine Wir­kung und der Arzt muss einen Ersatz­wirk­stoff fin­den. Es gibt alter­na­tive Anti­bio­tika, deren Wirk­sam­keit eben­falls belegt ist, die jedoch nur bei vor­han­de­ner Resis­tenz oder bei All­er­gien zur Anwen­dung kom­men. Die Behand­lung muss für einen Zeit­raum von min­des­tens 14 Tagen erfol­gen, je nach Krank­heits­bild sind auch deut­lich län­gere Ein­nah­me­zeit­räume möglich.

Schmerz­lin­de­rung ist durch Analge­tika pro­blem­los möglich.

Im Rah­men einer Pneumokokken-Infektion kön­nen beim Pati­en­ten mitt­lere bis starke Schmer­zen auf­tre­ten. Dies ist beson­ders häu­fig bei einer vor­lie­gen­den Mit­tel­ohr­ent­zün­dung der Fall, daher sind Schmerz­mit­tel für die Pati­en­ten von hoher Wich­tig­keit. Als Mit­tel ers­ter Wahl wird von Ärzten in der Regel Ibu­pro­fen ver­ord­net, wel­ches in ver­schie­de­nen Dosie­run­gen zur Ver­fü­gung steht. Auch Kin­der kön­nen bereits mit Ibu­pro­fen behan­delt wer­den, aller­dings muss die Dosie­rung an den Orga­nis­mus ange­passt wer­den. Da es im Rah­men einer Pneumokokken-Infektion zu Fie­ber kom­men kann, ist Ibu­pro­fen auch bei aus­blei­ben­den Schmer­zen als Fie­ber­sen­ker geeig­net. Liegt gegen den Wirk­stoff eine All­er­gie sei­tens des Pati­en­ten vor, kann als Alter­na­tive Par­acet­amol gege­ben werden.

Ver­schie­dene Medi­ka­mente zur Lin­de­rung der Sym­ptome bei einer Mittelohrentzündung.

Eine der schmerz­haf­tes­ten durch Pneu­mo­kok­ken aus­ge­löste Erkran­kung ist die Mit­tel­ohr­ent­zün­dung. Die Pati­en­ten ver­spü­ren einen star­ken Druck und ste­chende Schmer­zen im Bereich des Mit­tel­ohrs. Neben Schmerz­mit­teln emp­fiehlt sich die Gabe von Ohren­trop­fen, einige Prä­pa­rate kön­nen die Emp­find­lich­keit und den Schmerz direkt im Mit­tel­ohr lin­dern. Um die Atem­wege und die Ver­bin­dung zwi­schen Nasen-Rachen-Raum und Ohr frei­zu­hal­ten, wer­den Pati­en­ten mit Mit­tel­ohr­ent­zün­dung häu­fig Nasen­trop­fen ver­ord­net. Die Anwen­dung erfolgt drei Mal täg­lich und nach Bedarf, sollte aber ins­ge­samt nicht län­ger als eine Woche andau­ern, da Nasen­trop­fen dann kon­tra­pro­duk­tiv wir­ken können.

Neben der Haupt­the­ra­pie kön­nen die Sym­ptome medi­ka­men­tös gelin­dert werden.

Je nach Krank­heits­bild lei­den die Betrof­fe­nen einer Pneumokokken-Infektion unter ver­schie­de­nen Sym­pto­men. Bei Ent­zün­dun­gen des Nasen-Rachen-Raums kommt es häu­fig zu Hals­schmer­zen und Hus­ten. Hier sind Lutsch­ta­blet­ten mit betäu­ben­der Wir­kung emp­feh­lens­wert, da sie in der Lage sind für zwei bis drei Stun­den eine deut­li­che Lin­de­rung der Hals­schmer­zen her­bei­zu­füh­ren. Bei Hus­ten sollte auf die Ein­nahme von Hus­ten­stil­lern ver­zich­tet wer­den, da bak­te­ri­el­ler Schleim dann nicht rich­tig abge­hus­tet wer­den kann und die Bak­te­rien im Kör­per ver­blei­ben. Rat­sam ist die Anwen­dung von schleim­lö­sen­den Hus­ten­säf­ten, hier­durch wird der Abtrans­port des Schleims geför­dert und gleich­zei­tig der quä­lende Hus­ten­reiz gelin­dert. Wel­che Prä­pa­rate in Frage kom­men ist abhän­gig von der vor­lie­gen­den Erkran­kung, von den Sym­pto­men und vom all­ge­mei­nen Gesund­heits­sta­tus des Pati­en­ten. Der Arzt kann Anga­ben dar­über machen, ob sich der gewählte Hus­ten­saft mit ande­ren ein­zu­neh­men­den Medi­ka­men­ten ver­trägt oder ob die Gefahr von Wech­sel­wir­kun­gen besteht. Auch frei­ver­käuf­li­che Arz­nei­mit­tel soll­ten im Rah­men einer Pneumokokken-Infektion nur nach Abspra­che mit dem behan­deln­den Arzt ein­ge­nom­men werden.

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